GEHT NICHTS GIBTS NICHT
Diese Frage stellt sich sofort, wenn man die Entwicklung und das Wachstum der Firmengruppe Gfrörer über die letzten Jahrzehnte beobachtet hat. Die Antwort auf diese Frage klingt einfach plausibel: „Leidenschaft und Hingabe!“, so Uwe Gfrörer....

Diese Frage stellt sich sofort, wenn man die Entwicklung und das Wachstum der Firmengruppe Gfrörer über die letzten Jahrzehnte beobachtet hat. Die Antwort auf diese Frage klingt einfach plausibel: „Leidenschaft und Hingabe!“, so Uwe Gfrörer, geschäftsführender Gesellschafter der Firmengruppe. Doch so einfach sich das anhört, so schwierig ist es dann doch manchmal mit der Umsetzung.

Passion bedeutet Widerstand und Durchhaltevermögen. „Auch wenn niemand an deine Ideen und deine Vision glaubt, darfst du nie aufhören, selbst an sie zu glauben“, sagt Uwe. Es ist das Endprodukt, das ihn täglich antreibt.  Er hat schon als kleiner Junge in größeren „Dimensionen“ gedacht. So hat er sich selten mit dem Bobbycar zufriedengegeben, sondern ist lieber in die großen Maschinen seines Vaters eingestiegen.

Wichtig ist: Geduld zu haben. Und Neugier. Manchmal braucht es eben Zeit. Und so gibt es Visionen, die über Jahre reifen müssen, bevor man sie auf die Straße – oder wie im neuesten Projekt – auf die Schiene bringen kann.


„Ein wichtiger Satz hat mich bei meinem beruflichen Werdegang immer begleitet: GEHT NICHT GIBT’S NICHT. Und unser Unternehmen hat sich mit genau dieser Einstellung an Projekte herangetraut, bei denen Mitbewerber teilweise zurückgeschreckt sind“, erzählt der Unternehmer. „Von klein auf habe ich im Unternehmen alles gemacht. Heute kann mir am Bau niemand ein X für ein U verkaufen. Ich habe nie aufgehört, mich an Neues zu wagen, täglich Neues zu lernen – um stets über den Tellerrand zu schauen. Ganz nach dem Motto: Wer aufgehört hat, besser werden zu wollen, hat aufgehört, gut zu sein.“

Was Uwe in Plänen und Maschinen denkt, setzt Sabine in Zahlen um.

Sabine und Uwe sind bereits in jungen Jahren in die Firma eingestiegen und haben die wichtigsten Meilensteine miterlebt, erzählt Sabine: „1993 konnten wir den Steinbruch am Bolzgraben nach langjähriger Pacht dem Fürst von Hohenzollern abkaufen. Finanziell bedeutete das für das Unternehmen eine der größten Herausforderungen. Wir mussten das Geld buchstäblich zusammenkratzen. Dieser Schritt war für uns dennoch elementar und ermöglicht uns heute, den Kunden ein Rundumpaket anbieten zu können.“  


1997 wurde dann das Betonwerk gebaut. „Im Nachhinein zwar die richtige Entscheidung, doch zum damaligen Zeitpunkt sehr riskant und vielleicht auch etwas blauäugig“, müssen die Geschwister rückblickend einräumen. Doch mit dem erfolgreichen Betonwerk konnte das Unternehmen die Leistungspalette ausbauen und in neue Märkte eindringen. In Märkte, in denen sie anfänglich nicht gerne gesehen waren. „Der Transportbetonmarkt war in unserer Region von den großen Konzernen besetzt“, erzählt Uwe rückblickend.  „Doch vor allem die  mittelständische Kundschaft half uns bei der Platzierung, weil sie trotz starkem Preiskampf unserem Unternehmen die Treue hielt.“


Der Bau des neuen Schotterwerks 2008/2009 ist ein weiterer wichtiger Meilenstein in der Historie der Firmengruppe Gfrörer: „Das war ein enormes Risiko, das wir aber eingehen mussten. Es war unabdingbar, um weiter wachsen zu können, und hat uns noch wettbewerbsfähiger gemacht, auch wenn uns der eine oder andere wegen der geplanten Größe und Technik ′für verrückt erklärt hat′. Aber es hat nicht lange gedauert, da ging unser Plan auf. Die Investitionen haben sich ausgezahlt. Rückblickend betrachtet, mussten wir sehr viel Vertrauen zueinander haben und durften unsere Überzeugung und unsere Vision nie verlieren. Heute zählen wir zu den modernsten und leistungsstärksten Schotterwerken in ganz Deutschland“, erläutert Uwe.


Eine weitere wichtige Entscheidung war, das Einsatzgebiet Richtung Stuttgart auszudehnen. Mit der Region Stuttgart wuchsen die Aufträge, die Baustellen und die Anzahl der Auftraggeber. Neue  Herausforderungen bedeuteten für das Geschwisterteam, neue Wege zu gehen. Sie mussten teils umdenken, anders denken und querdenken. „Heute können wir Großprojekte wie Factory 56 bei Daimler in Sindelfingen, den Thyssen Krupp Elevator Testturm  in Rottweil, das Entwicklungszentrum bei Porsche in Weissach oder das Flugfeldklinikum in Böblingen problemlos ausführen“, schildert Sabine.


Ganz aktuell ist der fertiggestellte Neubau des Verwaltungsgebäudes ein weiterer großer Schritt in die Zukunft des Unternehmens. Er gibt den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern ein Umfeld, in dem sie mit ihren Aufgaben weiter wachsen können. Wenn Uwe und Sabine zurückblicken, wissen sie, dass sie all das, was ihr Vater Alois gegründet hat, nicht ohne das Team hätten bewältigen können. Uwe resümiert: „Wir mussten lernen, dass Vertrauen die wichtigste Zutat für den Erfolg des Unternehmens ist – und dass man Projekte immer nur gemeinsam vorantreiben kann. Mit Vertrauen in das eigene Know-how, in den Instinkt und vor allem in die Mitarbeiter.“


Das Wachstum der Firmengruppe war stets gewollt, erfolgte teilweise aber auch gezwungenermaßen. „Wir wollten uns breit aufstellen und bei großen Projekten mitwirken“, schildert Sabine die starke Konkurrenzsituation: „Uns neuen Herausforderungen stellen, sie annehmen und an ihnen wachsen. Um unseren Kunden ein Rundum-sorglos-Paket bieten zu können. Und trotzdem ist es immer auch ein Stück weit ein Mechanismus, denn Wachstum fördert Wachstum. Werden Projekte und Kundenzahl größer, ist man gezwungen, mit ihnen zu wachsen – sonst ist man raus.“


Wichtig war und ist es Uwe und Sabine dabei immer, das wachsende Unternehmen auf mehrere Säulen aufzustellen. Damit sie möglichst viele Bereiche in der Prozesskette  abdecken und dem Kunden einen  Mehrwert bieten können. Heute sagen  sie, dass diese Säulenaufstellung es ihnen ermöglicht hat, auch schlechtere  Zeiten in einzelnen Segmenten mit anderen Bereichen abzufedern.


Von größter Bedeutung waren ihnen immer jene Menschen, die das Unternehmen gestärkt haben. Uwe sagt: „Bei dem gesamten Wachstum waren auch die Menschen wichtig, die uns in all der Zeit unterstützt und beraten haben, die uns nahestehen und immer wieder den Spiegel vorgehalten haben. Es ist nicht immer leicht, von Familie, Freunden oder Beratern kritisiert zu werden. Aber Sie haben geholfen, die richtigen Entscheidungen zu treffen und mehrere Blickwinkel einzunehmen. Menschen wie Edgar Schwind und Jimmi Münch sind für uns stets elementar wichtig gewesen und haben ein großes Stück zum Unternehmenserfolg beigetragen.“


Die Frage, ob sie in den vergangenen Jahren auch Fehler gemacht haben, beantworten beide einstimmig mit „Ja“.  Und trotzdem sind sie sich einig, dass Fehler machen okay ist. Solange man daraus lernt. Für die Zukunft. Nicht umsonst heißt das Firmenmotto: „Baue die Zukunft“. Was bedeutet das ganz konkret für das Unternehmen, ihr beiden? „Stets einen Schritt voraus sein, ohne die Wurzeln und Werte aus den Augen zu verlieren“, heißt es unisono.

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